Tertullian
mini|Beginn von ''De spectaculis'' im Codex Agobardinus, dem ältesten Textzeugen von Tertullians Werken, 9. Jahrhundert ([[Bibliothèque nationale de France|BnF, Ms. Latin 1622, fol. 89 r.)]]Quintus Septimius Florens Tertullianus oder kurz Tertullian (* nach 150 in Karthago, heute in Tunesien; † nach 220) war ein frühchristlicher Theologe, der apologetische, dogmatische und aszetische Werke verfasste. Als wohlhabender Laie widmete er sich in Karthago der Schriftstellerei. Dabei kam ihm die sehr gute rhetorische Ausbildung zustatten, die er vor seinem Übertritt zum Christentum genossen hatte. Für sein Christsein hatten ethische Forderungen und Verhaltensregeln einen hohen Stellenwert, deshalb sprach ihn die ''Neue Prophetie'' (Montanismus) an, mit der er sich seit etwa 207/208 identifizierte. Seine späten Werke zeigen montanistischen Einfluss. Er blieb aber, soweit erkennbar, in seiner Ortskirche in Karthago und brach nicht mit ihr.
Tertullians Schriften kreisen um die Themen Auferstehung, Seele und Buße. Auch die Ehe und das äußere Erscheinungsbild der Christen (Kleidung, Kosmetik usw.) werden immer wieder thematisiert. Tertullian prägte Begriffe und Konzepte, die später in der christlichen Theologie große Bedeutung erhalten sollten. Beispielsweise verwendete er erstmals den Begriff Trinität, um das Konzept der Dreieinigkeit Gottes auszudrücken, und setzte Impulse bei der Erklärung des Verhältnisses von menschlicher und göttlicher Natur in Christus.
In Tertullians montanistischer Phase entstand die Streitschrift ''Adversus Praxean''. Sie wurde in der Alten Kirche viel gelesen. Ihre Rezeption lässt sich im Kontext der Konzilien von Nicäa (325) und Chalcedon (451) aufzeigen. Veröffentlicht in Wikipedia
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Veröffentlicht 1940Signatur: [mehrbändig! Sign. s. bei den Bänden]Buch -
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Veröffentlicht 1940Signatur: [mehrbändig! Sign. s. bei den Bänden]Buch -
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